Kampfkunst spielt sich mehr im Kopf und Geist des Ausübenden ab als im Dojo, das Japanische Wort für Sportstätte für Kampfsportarten. Um im Kampf erfolgreich zu sein benötigt es sicherlich viele tausende Wiederholungen irgendwelcher Techniken. Was die Kunst anbetrifft entstehen Abfolgen und Techniken auch im Kopf, man sieht sie, setzt sie für sich um und versucht sie nachzuvollziehen. Dieses ist ein Prozess der manchmal monatelang nicht geschieht aber auf einmal eintrifft. Jahrelang hat man eine Technik nicht geschafft oder nur unter schwersten Anstrengungen und auf einmal klappt sie ohne eine Schweißperle.

Speziell die Kampfkünste Aikido und Iaido möchte ich in diese Sparte hineinschieben. Es gibt dort keine Wettkämpfe oder Vergleichskämpfe. Die Kunst, Leichtigkeit und Sauberkeit wird dabei bewertet. Ausdruck und Erscheinung des Ausübenden sind weiterhin ein wichtiges Kriterium.
   

                                  Ai-ki-do                                                         Iaido

Beim Karate, Judo und auch beim Ju-Jutsu geschehen diese Prozesse in den höheren Graduierungen, beim Kata Training, beim individuellen Training der Ausübenden die nicht mehr diese Sportarten betreiben um Gürtel zu erringen, sondern um sich zu perfektionieren und das erlernte in harmonische und perfekte Abläufe einzubinden. Also ist meiner Meinung nach jede Kampfsportart auch eine Möglichkeit eine Kampfkunst auszuüben, allerdings erst nach einigen Jahren Training und der Suche nach dem mehr in der Sportart, es ist mehr als Kondition und Muskelaufbau. Viele Sportler erkennen dieses und suchen den Weg, finden ihn, merken, wie viele Ding, die voher fast unmöglich waren problemlos zu erreichen sind. Da
nn wandelt sich der Kampfsport in eine Kampfkunst um.